Kostenlose Schulungen

Die Aktion Alpha-Kompetenz bietet kostenfreie Schulungen für Neuköllner Einrichtungen an, die zu den Themen Arbeit, Gesundheit, Bildung oder soziale Beratung arbeiten. Hier lernen Sie, wie Sie funktionale An-Alphabeten angemessen ansprechen, mit ihnen produktiv zusammenarbeiten, und Sie identifizieren Hürden für die Zielgruppe in Ihrer Einrichtung. So werden Sie auch in Ihrer täglichen Arbeit unterstützt. […]

Mehr Informationen unter http://alphabuendnis.wordpress.com/aktion-alpha-kompetenz/

Schulungen am 28. August und 5. September von 9.00 bis 15.30 Uhr sowie am 13. September von 12 bis 18.30 Uhr.

Anmeldungen zu den Fortbildungen bis 19. Juli: 030 687 40 81 oder alpha-buendnis@lesen-schreiben.com

„48-Stunden –Neukölln“: Lesung „ Berliner funktionale An-Alphabeten entführen Sie in ihre Sicht auf die Welt!“

An alle Bündnispartner und Unterstützer/innen des Alphabündnisses Neukölln und  der Aktion Alpha-Kompetenz!

 

Sie und Euch möchte ich herzlich zur

Lesung „ Berliner funktionale An-Alphabeten entführen Sie in ihre Sicht auf die Welt!“

im Rahmen des Kulturfestivals  „48-Stunden –Neukölln“ einladen!

 

Sie findet am Samstag, den 15.Juni 2013, um 17:00 Uhr in der Remise im Herrnhuter Weg 16 bei LuS statt.

Die Einladung finden Sie hier:Einladung-Lesung-2013

 

Teilnehmer/innen der Schreibwerkstatt bei „Lesen und Schreiben e.V. Berlin“, einem Freizeitprojekt, geben Einblicke in ihre, oft schmerzhaften, Erfahrungen. Auch an diesem Tag wird es eine Lebenspremiere geben. Eine Lernerin liest zum ersten Mal in ihrem Leben einen eigenen Text öffentlich vor ihr unbekannten Menschen.

 

Wir freuen uns sehr über Euren und Ihren Besuch!

 

Herzlichst!

 

Ingan Küstermann

  

Lesen und Schreiben e.V.

Herrnhuter Weg 16

12043 Berlin

Germany

 

Tel.: +49-30-6874081

Fax: +49-30-6869392

  

info@lesen-schreiben.com

www.lesen-schreiben.com

Meinung der AG Teilhabe zur Vergabe des Aufklebers

Seit dem Beginn des Projektes Alpha-Kompetenz beschäftigen wir uns damit, was für uns als Betroffene im Zusammenhang mit der Vergabe eines Aufklebers wichtig wäre.

Wir wünschen uns,

  • dass Sie als Bündnispartner an einer der Schulungen zur Sensibilisierung teilnehmen
  • dass Sie in ihrer Arbeit mehr Zeit für Klienten mit Lese- und Schreibschwierigkeiten haben
  • dass Sie Verständnis für uns zeigen
  • dass Unterlagen wie Formulare, Anträge oder Flyer in ihrem Haus leicht lesbar und verständlich sind. Es sollten einfache und kurze Sätze sein, ohne Fremdwörter.

Weiterhin wünschen wir uns,

  • dass Sie Fremdwörter und Fachchinesisch in ihren Gesprächen mit uns Betroffenen weglassen
  • dass Sie, sollten Sie doch nichts für uns tun können, dabei helfen, uns an die richtige Stelle weiterzuleiten
  • und dass Sie in der Gesellschaft darüber erzählen, dass es uns gibt, wie Sie uns helfen und somit eine Botschafterrolle übernehmen.
  • Im Jobcenter speziell wünschen wir uns, dass es Vertrauenspersonen im Eingangsbereich für uns gibt, dass wir die Möglichkeit haben unter 4 Augen unser Problem zu schildern und wir passgenau weitergeleitet werden, ohne uns bei jedem Mitarbeiter neu erklären zu müssen. Auch hier wünschen wir uns Verständnis und Respekt.

Autor: AG Teilhabe

„Was wir [in der AG Teilhabe] machen und warum“

Ich bin Kay und bin seit August 2012 bei Lesen und Schreiben und auch in der AG Teilhabe. Ich möchte Ihnen heute kurz erzählen, was wir dort machen und warum.

Wir treffen uns regelmäßig  im Café von Lesen und Schreiben. In diesem Jahr haben wir besonders oft darüber gesprochen, wer in Neukölln mehr über funktionale An-Al-pha-be-ten wissen sollte. Zum Beispiel Ärzte, Ämter, Schuldnerberatungen und Schulen.

Wir sprechen auch oft darüber, welche Erfahrungen wir in der Öffentlichkeit gemacht haben. Oft sind das schlimme Erfahrungen, wir fühlen uns häufig nicht ernst genommen, bekommen keine Hilfe oder werden behandelt, als wären wir doof. Nur einige von uns trauen sich und können mit ihrem Problem offen umgehen. Das liegt bestimmt daran, dass sich die meisten Leute nicht vorstellen können, warum es in Deutschland Menschen gibt, die nur schlecht oder gar nicht lesen und schreiben können.

In unseren Gesprächen haben wir auch gemerkt, dass zum Beispiel ein Lerner von uns, der aus Ghana kommt, viel netter behandelt wird als wir, wenn er sagt, er kann was nicht gut lesen oder schreiben. Er konnte zuerst auch gar nicht verstehen, warum wir Probleme haben, wenn wir beim Arzt oder beim Jobcenter sind. Vielleicht ist das so, weil die Leute sich bei ihm besser vorstellen können, warum er Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben hat. Er spricht gebrochen Deutsch und hat eine dunkle Hautfarbe. Wir hören aber oft „Sie sind doch Deutscher, warum können Sie nicht lesen und schreiben?“

Eigentlich ist es egal, warum wir es nicht können. Da gibt es viele verschiedene Gründe. Wichtig ist für uns, dass wir es jetzt lernen dürfen, auch als Erwachsene.

Peter hat gesagt, es gibt doch das Grundgesetz. Da steht drin, jeder hat das Recht auf Bildung. Und wir wollen in der AG Teilhabe mithelfen, dass jeder noch mal lernen kann, der lesen und schreiben lernen will. Wir wollen mit Respekt behandelt werden und keine Angst mehr haben müssen, dass jemand von unserem Problem erfährt. Deswegen finden wir es gut, dass es das Alphabündnis gibt und arbeiten in der AG Teilhabe mit.

Autor: AG Teilhabe

SAVE THE DATE! Plenumstreffen: Dienstag, 28. Mai, 10 – 12 Uhr, Ort: Mitreden Neukölln

Liebe BündnispartnerInnen,

das nächste Plenumstreffen findet am Dienstag, den 28. Mai von 10 – 12 Uhr statt.

Ort: Mitreden Neukölln BürgerInnenbüro, Glasower Str. 67 / 12051 Berlin

Die Arbeitsgruppen „Netzwerkarbeit“, „Gesundheit und Grundbildung“, „Arbeit und Grundbildung“ und „Teilhabe“ haben dieses Jahr schon viel geleistet und werden die ersten Ergebnisse für alle Bündnispartner vorstellen.

Wir wollen auch weiter zusammen mit der Zielgruppe und für die Zielgruppe in Neukölln etwas bewegen und die Aktion/Kampagne mit dem Aufkleber bald (erste Woche im September) öffentlichkeitswirksam realisieren. Wenn ihr euch an dieser Aktion beteiligen wollt, ist es sinnvoll, beim Plenum dabei zu sein oder/und für die Schulung mit uns Kontakt aufzunehmen.

Wir wollen wieder beim nächsten Plenum Zeit einplanen für eine inhaltliche Diskussion in Gruppen. Das Thema wird im Vorraus mit der Tagesordnung vorgestellt.

Viel Erfolg bei eurer Arbeit. “ Was immer Ihr tut, genießt es!“

Claire Paturle-Zynga

UNBELEHRBAR kommt ins Kino!!!

Liebe Freunde und Filmliebhaber/innen,
UNBELEHRBAR kommt ins Kino!!!
Screenings mit Publikumsgespräch:
So. 24.03. um 15:30 Uhr: Preview im fsk-Kino, mit Regisseurin Anke Hentschel und Hauptdarstellerin Lenore Steller
So. 07.04. um 17:15 Uhr im Eiszeit-Kino, mit Anke Hentschel und Lenore Steller
Do. 11.04. um 18:00 Uhr im Sputnik-Kino:  Expertengespräch über Analphabetismus, mit Anke Hentschel und diversen Gästen
Sa. 13.04. um 20:00 Uhr im Lichtblick-Kino, mit Anke Hentschel
So. 14.04. um 18:00 Uhr im Lichtblick-Kino mit Anke Hentschel und                    Drehbuchautorin Katharina Schlender
regulär im Kino:
28.03. – 03.4.2013 im Fsk-Kino
04.04. – 10.4.2013 im Eiszeit-Kino
18.04. – 24.04.2013 im Filmkunst 66 und Film Cafe
demnächst auch in der Brotfabrik
weitere Infos und Kinos:
                      
UNBELEHRBAR
Spielfilm, 96 min
Regie: Anke Hentschel
Ellen beschließt im Alter von 40 Jahren, endlich lesen und schreiben zu lernen. Da in der Volkshochschule ihres Heimatortes kein Kurs dazu angeboten wird, zieht sie gegen den Willen ihrer Familie ins nahe Berlin. Dort ist sie das erste Mal völlig auf sich alleine gestellt. Doch Ellen steckt voller Optimismus und hat den Mut zur Konsequenz.
Anke Hentschel
Scherenbergstr. 8
10439 Berlin
0179-3946071

Vorstellung der „Nationalen Strategie für Alphabetisierung und Grundbildung“, durch Frau Theuser, Kontaktstelle Grundbildung, Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft

Seit der Veröffentlichung der Ergebnisse der Leo. – Level-One-Studie Anfang 2011 wurde die Notwendigkeit einer Nationalen Strategie für Alphabetisierung und Grundbildung Erwachsener deutlich, die im September 2012 unterzeichnet wurde.

Ziel der Strategie ist es, die Zahl der funktionalen Analphabeten deutlich zu reduzieren. Dafür muss zunächst die Öffentlichkeit sensibilisiert und eine Vernetzung bestehender Maßnahmen erreicht werden.

Die Unterzeichner stellen dies als gemeinsame Aufgabe von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft dar und verpflichten sich zu konkreten Maßnahmen und zur Erhöhung der Angebote bei Bedarf.

Bereits Ende 2011 beschlossen die Länder einen 8-Punkte-Maßnahmenkatalog als ihren Beitrag zur gemeinsamen Nationalen Strategie, unter anderem die Benennung eines Ansprechpartners und die Einrichtung einer Koordinierungsstelle in jedem Land. Das Land Berlin hat Herrn Dr. Raiser aus der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft / Referat Weiterbildung, Lebenslanges Lernen als Ansprechpartner benannt und dort eine Kontaktstelle Grundbildung eingerichtet.

Anfang des Monats wurde von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft zu einem Runden Tisch Alphabetisierung und Grundbildung eingeladen, bei dem Vertreterinnen und Vertreter zahlreicher Berliner Einrichtungen und Projekte über ihre Arbeit und ihren Bezug zum Thema berichteten und sich austauschten.

Neben Vorschlägen für die weitere Zusammenarbeit und dem Termin des nächsten Runden Tisches Alphabetisierung und Grundbildung am 04.09.2013 wurden die kommenden Berliner Vorhaben seitens der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft benannt:

–          Erarbeitung einer Förderlinie zur Einrichtung eines Förderbereiches Grundbildung in der ESF-Förderperiode 2014-2020

–          Einrichtung eines überbezirklich arbeitenden Grundbildungszentrums

–          Vorbereitung und Durchführung einer Berliner Regionalveranstaltung im Rahmen der Öffentlichkeitskampagne des BMBF

–           Einrichtung einer Website der Kontaktstelle Grundbildung

Plenumstreffen im Rathaus Neukölln

10:00 – 10:05 5’ Begrüßung Claire Paturle-Zynga,  Koordinatorin des Alpha-Bündnisses Neukölln
10:05 – 10:10 5’ Begrüßung durch die Schirmherrin des Alpha-Bündnisses Neukölln Dr. Franziska Giffey, Neuköllner Bezirksstadträtin für Bildung, Schule, Kultur und Sport
10:10 – 10:20

 

10’ Vorstellung der „Nationalen Strategie für Alphabetisierung und Grundbildung“

Wie sieht es aus in Berlin? Bericht vom Runden Tisch

 Frau Theuser, Kontaktstelle Grundbildung, Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft
10:20 – 10:35 15’ Vorstellungsrunde mit Fragen und Positionierungen Claire Paturle-Zynga, 
10:35 – 11:05 30’ Gruppenarbeit: Austausch zu Bedarf und zu Erwartungen, die im Abschlussplenum 2012 gesammelt wurden  
11:05 – 11:35 20’ Zeit für Pause und informelle Gespräche – – –
11:35 – 11:45 10’ Berichte Gruppenarbeit  
11:45 – 11:50 5’ Schnittstelle mit dem LSK-Projekt

„Aktion-Alpha-Kompetenz“

Theresa Hamilton
11:50 – 12:00 10’ Bericht aus den Arbeitsgruppen (AGs)

  • AG Arbeit
  • AG Gesundheit
  • AG Teilhabe
  • AG Netzwerkarbeit
 

 

Wie geht es 2013 weiter?

5 Stunden pro Woche für die Koordination des Bündnisses dank der „Kreuzberger Sammelstiftung“
Wir freuen uns Ihnen mitteilen zu können, dass wir 5 Stunden pro Woche für die Koordination des Alpha-Bündnisses finanziert bekommen haben.
Claire Paturle-Zynga bleibt weiterhin die Ansprechpartnerin für unser Netzwerk. Sie können sie jeden Montag telefonisch (687 40 81) erreichen, oder auch jederzeit per Email.
Das Projekt Aktion Alpha-Kompetenz“, im Rahmen des Alpha-Bündnisses entstanden, ist durch das Programm „Lokales Soziales Kapital“ (LSK) finanziert.
Es geht dabei vorrangig um Sensibilisierungsschulungen und eine öffentliche Kampagne (Alpha-Aufkleber).
Die Ansprechpartnerin der Aktion Alpha-Kompetenz) ist Theresa Hamilton, telefonisch erreichbar Montag und Donnerstag von 9.30-15 Uhr (auch 687 40 81) und per Email auch über die Email-Adresse des Alpha-Bündnisses (alpha-buendnis@lesen-schreiben.com).
Danke an Lesen und Schreiben e.V. Berlin, der Träger beider Projekte, der die Arbeitsplätze zur Verfügung stellt und uns mit Rat und Tat zur Seite steht.
Danke an alle Bündnispartner/innen und Experten/innen, die sich im Plenumstreffen oder Arbeitsgruppen (AGs) mit uns für diese Projekte engagieren.